Die ultimative Aufstiegsbelohnung: Käsespätzle

Veröffentlicht von Schrat am

Käsespätzle auf der Heiterwanger Hochalm.

Nach mehreren hundert Metern Aufstieg und einem halben Tag auf den Beinen braucht’s was G’scheit’s. Auf Hütten und Almen ist unsere Auswahl als Vegetarier meist jedoch arg begrenzt – Speck gehört auf die meisten Hüttengerichte. Aber eines geht immer: Käsespätzle.

Wenn die Muskeln in den Oberschenkeln noch ein bisschen brennen vom Aufstieg, der erste Durst von einem großen (alkoholfreien) Bier gestillt ist und das schweißnasse Shirt langsam trocknet, sind sie die Erlösung: Spätzle mit cremigem, Fäden-ziehendem Käse. Obendrauf ein paar frische Kräuter, Röst- oder geschmorte Zwiebeln – perfekt.

Fee ist hungrig.

Fee ist hungrig.

Wir sind eh große Fans dieses Gerichts, sei es schwäbischer, badischer oder Tiroler Art. Groß unterscheiden sich die Zubereitungsarten ja nicht. Und allen ist gemein: In der typischen Zubereitung haben weder Wurst, Fleisch noch Speck etwas darin zu suchen. Eine sichere Bank für Vegetarier.

Und eine köstliche noch dazu, sofern die Hüttenköche es nicht total verkacken (anders als in einer Kneipe in Karlsruhe, dort sind sie ungenießbar). Bisher haben es die Hüttenküche alle gut hingekriegt.

Besonders köstlich waren sie auf der Heiterwanger Hochalm in Tirol, nach rund 700 Höhenmetern Aufstieg samt Ausflug durch das Unterholz, um Kühe mit Kälbern weiträumig zu umrunden. Noch brutzelnd in einer kleinen Pfanne serviert, dazu der Blick ins Tal – einfach herrlich.

Für die Pause mit Käsespätzle sollte man nur etwas mehr Zeit einplanen: Das fette Gericht tut zwar saugut, liegt aber auch recht schwer im Magen. Da hat man dann noch Zeit für ein zweites Bier.

 

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Schrat

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