Eine Kuh, was nu‘?

Veröffentlicht von Schrat am

In ihrem Tarn-Regen-Poncho lenkt Fee die Kühe und Kälber ab, damit Schrat mit Mio schnell vorbei huschen kann.

Wer durch die Berge und Wälder stapft, kommt sowohl im Mittel- als auch Hochgebirge Kühen regelmäßig recht nah. Das ist meist sehr schön, kann aber auch arg nach hinten losgehen, vor allem zur Kälbchenzeit und mit Hund. Was also tun bei Begegnungen der muhenden Art?

Kühe sind generell friedfertige Wesen. Da muss man sich schon frech Kälbern nähern oder sich fies anstellen, damit sie einem etwas tun. Vorsicht schadet jedoch auch nicht! Wer weiß, wer der Kuh am Wanderweg da vorn heute schon auf den Wecker gegangen ist.

Mit Mio und Kühen hatten wir bislang keine schlechten Erfahrungen. Nur einmal sind ihm einige neugierige Kühe etwas nahe gekommen, das fand der kleine Hund unheimlich und wollte türmen. Da haben wir die Weide schnell verlassen.

Allerdings halten wir uns auch stets an ein paar Grundregeln:

  • Auf dem Weg bleiben. Wenn die Kühe weiter entfernt stehen, dann haben sie dafür sicher einen Grund.
  • Wenn die Kühe auf oder am Weg stehen: Besonders mit Hund einen Bogen um sie machen. Gibt es keinen kurzen, zackigen Weg an ihnen vorbei: zügig, aber ruhig hindurchgehen.
  • Wenn die Kühe Kälber haben: Einen weiten Bogen um die Kälbchen und alle Kühe generell machen. Vor allem mit Hund! Mutterkühe können extrem schlecht gelaunt sein und tun ziemlich alles, um ihre Kälbchen zu schützen. In Tirol haben wir uns einmal eine halbe Stunde durch das Unterholz an einem Hang geschlagen, damit wir mit Mio schöne 50 bis 100 Meter Abstand zu den Kühen halten konnten. War anstrengend, ging aber vollkommen friedlich aus.
  • Hunde immer an die Leine nehmen! Die Leine aber so fassen, dass man sie jederzeit fallen lassen kann, sollte ein übelgelauntes Muttertier den Wolf-Hund-Räuber angreifen. Für die Kuh macht es keinen Unterschied, ob der pelzige Vierbeiner da ein Wolf oder sonstwie anderes Raubtier ist. Vier Beine und Raubtiergeruch sind Bedrohung genug. Hunde sind meist schneller als Kühe und wenn nicht, sind sie zumindest flinker und wendiger, also, loslassen! Den Hund muss man dann später natürlich in sicherer Distanz einsammeln.
  • Den Hund mit dem eigenen Körper verdecken. Kühe sehen eher schlecht und Menschen auf den Wegen sind die meisten Tiere gewohnt.
  • Gatter schließen! Ich weiß nicht, wie groß der Freiheitsdrang von Kühen ist, aber man muss ja nicht Tür und Tor für sie offen lassen.

Die Landwirtschaftskammer Tirol hat ein Video produziert, dass so ziemlich alle Fälle und Zwischenfälle und deren Vermeidung erklärt:

Noch umsichtiger und vorsichtiger sollten Wanderer bei Schaf- und Ziegenherden sein. Sie werden hin und wieder von Hütehunden geschützt – und die stehen überhaupt nicht auf Eindringlinge:

Wanderer aufgepasst: Schaf- und Ziegenherden sind wieder auf den Alpen – vielerorts begleitet von Herdenschutzhunden….

Posted by Schweizer Alpen-Club SAC on Monday, July 17, 2017

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Schrat

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