Treppauf, treppab: Wie wir uns auf den Großglockner vorbereiten

Veröffentlicht von Fee am

Nur noch anderthalb Wochen, dann wandern wir fast 100 horizontale Kilometer und Tausende von Höhenmetern. Es geht, wie schon angekündigt, in den Nationalpark Hohe Tauern in Österreich, einmal rund um den höchsten Berg: den Großglockner. Darauf sollten wir vorbereitet sein.

Denn, ganz ehrlich, auch wenn wir echt oft wandern gehen, so Alpenhöhenmeter sind was ganz anderes. Die gehen richtig in die Waden, in die Oberschenkel, in die Knie – und auch in die Lunge.

Deswegen trainieren wir. Wir folgen keinem strikten Trainingsplan, obwohl es solche auch gibt.

Die Zeitschrift „Bergwelten“ zum Beispiel liefert ein Tutorial, was zu tun ist, wenn Wanderer auf den Großglockner hinauf wollen. Da dreht sich alles um den Puls, um Kniebeugen und Eispickel.

Workout, joggen – und Treppen

Bei uns geht’s nicht ganz so straff zu, die Zeit dafür haben wir gar nicht. Außerdem wollen wir ja gar nicht rauf (naja, gut, wollen vielleicht schon…), sondern „nur“ drumrum.

Mein Training beinhaltet ein Workout, das ich schon vorher gemacht habe. Auch dadrin gibt’s Kniebeugen, dazu Ausfallschritte, Unterarmstütz und Liegestütz, Steps und, und, und. Dazu kommt mindestens zweimal die Woche eine kleine Joggingrunde – mehr schaffe ich einfach nicht – auch mit Krafttraining im Anschluss.

Ich habe nicht das Gefühl, dass sich meine Kondition wirklich bessert, ich bin einfach IMMER platt, nach dem Sport. Aber ich werde schneller und mein Puls beruhigt sich mittlerweile ruckzuck wieder.

Weil ich nicht nur Standard-Sport machen will, sondern auch irgendwas, was mit Bergen zu tun hat, laufe ich auch noch Treppen – rauf auf den Karlsruher Hausberg, den Turmberg.

Hört sich anstrengend an, ist auch so.

Der steht glücklicherweise ganz nah an unserer Wohnung und Mio mag ihn auch ganz gern. Alle paar Tage hetzen (wir uns) nun hinauf. Und das sieht so aus:

Treppauf. Ist so doof, wie es klingt.

Und hört sich so an:

Oben belohnt dann diese großartige Aussicht die ganze Qual:

Die Aussicht vom Turmberg ist immerhin ziemlich grandios.

 

Und bei diesem Treppauf, Serpentinenab merke ich auch, wie meine Ausdauer besser wird.

Mio kann sich auf dem Turmberg-Gipfel erst mal abkühlen.

Selbst Mio ist froh, wenn wir endlich oben sind. Dann gibt’s für ihn erst mal eine Abkühlung. Und manchmal, wenn ich viel Zeit habe, jogge ich danach auch noch drei Kilometer.

Tim geht meist die Serpentinen hoch, statt die Treppen zu nehmen, dafür hat der allerdings schon sein ganzes Gepäck dabei. Dieses wunderbare Schlepp-Gefühl spare ich mir für den ersten großen Wandertag am 9. September auf. Die Freude darüber kommt schon noch früh genug.

Wie hat dir der Beitrag gefallen?
[Total: 0 Average: 0]