Herbstwandern – aber in Kroatien!

Veröffentlicht von Fee am

Ja, im Regen wandern kann super schön sein. Für Foto-Fanatiker sogar schöner als manch Tag voll Sonnenschein. Wer trotzdem den Kaffee auf hat vom deutschen Wetter, dem empfehlen wir im Herbst Kroatien, weil:

 1. Kroatien ist im Sommer ganz schön heiß.

Jedenfalls an der adriatischen Küste. Dort liegen die Sommertemperaturen bei durchschnittlich rund 30 Grad. Für faule Tage am Strand mag das vielen genau richtig erscheinen. Aber zum Wandern? Nicht so geeignet. Im Herbst hingegen ist das Klima immer noch mediterran-mild, es gibt aber kühlere Tage mit vielleicht 18 oder 23 Grad.

Wir hatten im Oktober 2016 auch noch genug heiße Tage, um faul am Mittelmeer zu fläzen und sogar reinzuhüpfen – perfekt, einfach.

 2. Kroatien ist im Sommer ganz schön überfüllt.

Gerade die Regionen, Nationalparks und Städte, die am berühmtesten sind, sind im Sommer überlaufen. Auch im Herbst war’s in Dubrovnik noch eine Qual, aber wir haben immerhin Sitzplätze am Wasser gefunden, um Wein zu trinken und uns das Treiben am Hafen von oben anzuschauen.

Split

Split
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Split hingegen, wo wir gewohnt haben, war eher leer und gehörte schon wieder den Einheimischen.

Zum Wandern waren beide Städte aber eher nix. Auch wenn Split für lange Spaziergänge mit Aussichtspunkten und alten Schlossruinen einiges zu bieten hatte.

Wir sind vor allem in den beeindruckenden Nationalparks Krka und Plitvicer Seen gewandert. Das ist wirklich der Wahnsinn: Das Gestein bildet dort über die Jahrzehnte und Jahrhunderte immer wieder neue Teiche, Seen und Kaskaden.

Überall gibt es Wasserfälle, Holzbohlenwege führen über glasklare Weiher hinweg und der Schilf raschelt im Wind.

Toll zum Wandern sind auch die Kroatien vorgelagerten Inseln. Überall wachsen Obstbäume, es gibt kaum Wanderrouten ohne Olivenhaine, der Meerwind hält Kopf und Geist kühl. Wir waren zum Beispiel auf Brač, sind am Goldenen Horn (Zlatni Rat) in allerklarstes Wasser gesprungen, haben im Hafen kroatischen Rotwein getrunken und haben über olivenbewaldete Hügel hinweg in die Ferne geschaut.

Brač

Brač
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 3. Kroatiens Nationalparks sind im Herbst ganz schön viel schöner

Das können wir natürlich gar nicht so sagen, wir haben sie ja nur im Herbst gesehen. Kam mir aber so vor! Die bunten Blätter an den Bäumen haben die Landschaft erst so richtig spannend gemacht. Und die klare Luft vor allem morgens und abends ließ alle Konturen viel schärfer wirken.

Im Nationalpark

 4. Kroatien ist im Sommer ganz schön teuer

Naja, wirklich teuer auch nicht. Aber geführte Touren kosten mehr, oft auch die Unterkünfte, manchmal sogar Essen und Trinken in den Gastronomien.

Kroatien im Sommer? Da kostet der Wein am Hafen von Dubrovnik sicher mehr als im Herbst.

Wichtig ist aber, noch im Oktober zu fahren oder zu fliegen. Denn manche Boots- oder Bustour (zum Beispiel zu „geheimen“ Lagunen oder eben in die Nationalparks) werden gegen Ende des Monats oder Anfang November gar nicht mehr angeboten.


 

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