Warum ihr auch bei Regen wandern solltet

Veröffentlicht von Fee am

Es war einmal an einem grauen Regentag… So beginnen wohl viele Netflix-Geschichten und solche von Pizza auf dem Sofa und dunklen Wolken vor dem Fenster. Typisch Herbst eben. Aber das muss nicht sein!

Wandern und Entdecken geht auch bei Schmuddelwetter. Es ist erfrischend und ehrlich, irgendwie fast mutig. Wer geht schon freiwillig ins Freie, wenn der Regen Bindfäden vom Himmel schickt? Wir. Und ihr am besten auch!

Was ihr braucht:

Die Jacken waren hier nachher komplett durch, alles nass, alles kalt. Im Auto gab’s dann trockene Klamotten.

Ihr braucht dafür: Eine Regenjacke, klar, und Schuhe, die wasserfest sind, in denen ihr aber auch lange laufen könnt. Regenhose und Gamaschen halten auch die Beine lange trocken, eine Rucksackhülle eure Habseligkeiten. Unter den Regenklamotten solltet ihr atmungsaktive Kleidung tragen, dann schwitzt ihr nicht so sehr. Vielleicht noch einen Schirm, falls eine Hand entbehrlich ist.

Wenn ihr mit dem Auto irgendwohin fahrt, legt dort trockene, warme Kleidung und vielleicht auch eine Decke bereit, außerdem eine Thermoskanne mit irgendwas heißem, Kaffee, Tee, Kakao, Punsch – egal. Besonders flexibel ist einfach ein Liter heißes Wasser. Damit geht alles, von Kaffee über Tee bis hin zu Instant-Süppchen und Gemüsebrühe. Wenn ihr mit den Öffentlichen unterwegs seid, packt die Klamotten in eine wasserfeste Tüte. Eine wärmere Jacke oder einen Pullover mehr solltet ihr für Kälteeinbrüche aber auf jeden Fall dabei haben – mag die Tour auch noch so kurz sein!

Die passende Route ist wichtig

Dann die Route: Hoch oben wandern ist meistens nix bei Regen. Außer ihr seid so hoch, dass ihr schon wieder über den Wolken thront. Ansonsten gilt: Der Weg sollte keine besonders rutschigen Stellen wie viele Steinstufen oder gar Leitern beinhalten, bei Wind lieber nicht auf offenem Gelände laufen, bei Sturm aber nicht im Wald (oder auch besser gar nicht, klar).

Wer einen See oder sogar das Meer in der Nähe hat, oder wer nah am Rhein wohnt, hat Glück. Wasser sieht auch bei Regen und grauem Himmel toll aus. Der Wind macht Wellen in die Oberfläche, der Schilf raschelt. Herrlich!

Unsere erste Regenwanderung führte uns an der Schwarzenbachtalsperre entlang.

Einkehr ja, aber danach muss es auch weitergehen…

Eine Einkehr auf dem Weg kann bei Regen besonders gemütlich sein. Jedenfalls dann, wenn sie auf nasse Wandersleut‘ eingestellt ist, ihr euren Schirm, eure Regenjacken und -hosen irgendwo draußen loswerden könnt. So steht dem Aufwärmprogramm nichts mehr im Weg. Allerdings ist das Wiederloslaufen nach einem Stopp bei miesem Wetter meist noch schwerer als sonst.

Wer beim Wandern gerne Bilder macht, wird sich über düsteres Herbstwetter sogar freuen. Burgen, Felsen oder Wasserfälle sehen vor einem wolkenverhangenen Himmel noch einmal viel imposanter aus.

Better together. Shot by @muenchmax

Ein Beitrag geteilt von German Roamers (@germanroamers) am

Eltz castle this morning – what an unreal place! #weroamgermany

Ein Beitrag geteilt von Daniel Ernst I @germanroamers (@daniel_ernst) am

Before sharing fresh content from my recent Jordan trip, here’s a cozy cabin in moody Austria #feelAustria

Ein Beitrag geteilt von max muench | @germanroamers (@muenchmax) am

 

Wenn ihr am Ende dem Regen getrotzt habt, dürft ihr zurecht stolz sein: Dem Wetter die Stirn geboten, nicht gegammelt, nicht gejammert. Darauf ein Thermoskännchen heißen Punsch!


Mögliche Ziele und Touren:

Partnachklamm bei Garmisch-Partenkirchen, Bayern

Von der Badener Höhe zur Schwarzenbachtalsperre, Schwarzwald, Baden-Württemberg

Burg Eltz, Eifel, Rheinland-Pfalz

Darß, Ostsee, Mecklenburg-Vorpommern

Rheinfall, Schaffhausen, Schweiz

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