Durch das Höllental auf die Zugspitze

Veröffentlicht von Schrat am

Auf die Zugspitze haben wir es bislang nicht geschafft. Sonja und Tobias hingegen schon. Für einen Gastbeitrag haben sie uns aufgeschrieben, wie ihr auf Deutschlands höchsten Berg kommt: über eiserne Leitern und Gletscher und Geröll.

Wir haben uns für die Tour durchs Höllental entschieden weil dieser Weg in komprimierter Form fast alle alpinen Facetten bietet. Zudem war Garmisch für uns Sauerländer noch ganz gut zu erreichen und die Anreisezeit überschaubar.

Ein erster Blick zurück auf die Hütte

Letztes Equipment leihen

Anprobe der Steigeisen auf dem Parkplatz

Die notwendige Ausrüstung haben wir uns teilweise in einem Sportgeschäft vor Ort geliehen. Wer gute Schuhe und sonst typische Sachen wie einen tauglichen Rucksack hat, braucht eigentlich nur Steigeisen und ein Klettersteigset.

Statt der Steigeisen kann man auch auf die leichtere Variante, die Grödel, zurückgreifen. Das habe ich gemacht, weil wir nur bergauf gehen und ich in Halbschuhen wandere. „Große“ Steigeisen lassen sich nur an hohe Schuhe schnüren.

Wandern, klettern, queren, klettern

Das Brett

Die Route setzt sich aus folgenden Meilensteinen zusammen: Der Start auf dem Parkplatz Hammersbach, dann durch die Klamm, Höllentalangerhütte, Leiter, Brett, grüner Buckel, Geröllfeld, Gletscher, Klettersteig und dann ist man schon am Gipfelkreuz.

Für den Aufstieg auf dieser Route gibt es zwei Varianten: Entweder steht ihr früh auf und versucht den Aufstieg an einem einzigen Tag. Dafür solltet ihr aber schon früh morgens in der Dunkelheit aufbrechen.

Die entspanntere Variante

Die Leiter

Oder ihr übernachtet auf der Höllentalhütte und verschafft euch so ein sicheres Zeitpolster, um vom Gipfel die letzte Bahn zurück ins Tal nehmen zu können. Die geht nämlich schon um 16 Uhr.

Wir haben uns im September vergangenen Jahres für die Variante mit Übernachtung auf der Hütte entschieden. Wir wollten sicher sein, auch oben anzukommen. Im schlimmsten Fall muss man bei der Ein-Tages-Variante nämlich auf dem letzten Drittel umdrehen und wieder absteigen.

Da geht’s hinauf.

Das Fazit:

Die Zugspitze können wir auf jeden Fall empfehlen. Vorher solltet ihr euch nur etwas über die beiden Schlüsselstellen wie den Grünen Buckel und die „gefürchtete“ Randkluft vom Gletscher in den Stein einlesen.

Wobei ihr euch da nicht vorher verrückt machen solltet. Mit etwas alpiner Erfahrung und Fitness sind beide Stellen gut zu schaffen.

Geschafft: Sonja und Tobias auf dem Gipfel der Zugspitze.


 

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