Essentials – was bei mir im Rucksack nie fehlt

Veröffentlicht von Schrat am

Neuer Kram ist toll und eigentlich immer ist zu viel in meinem Rucksack. Doch einige Dinge sind ausnahmslos immer dabei und dürfen darin niemals fehlen. Und das hat einen Grund.

Was man immer dabei hat, vergisst man nicht Zuhause

Das ist meine Philosophie für all die wichtigen, meist kleinen Ausrüstungsgegenstände, die ich immer dabei habe. Sei es am Nachmittag im Pfälzer Wald oder bei der Mehrtagestour in den Schweizer Alpen.

Die beiden „Notfall-Taschen“ finden unten im Schlafsack-Fach Platz.

Bei einem gemütlichen Wanderspaziergang im Schwarzwald wirkt manches vielleicht etwas übertrieben. Aber selbst da sind diese Essentials immer dabei, denn ich lasse sie einfach immer im Rucksack.

Beziehungsweise packe ich sie wieder dort hinein, wenn sie gebraucht, überprüft, gesäubert wurden. Denn so vergesse ich sie nicht daheim.

Doch nun zur Sache: Was ist immer in Schrats Rucksack?

Update: Die Essentials sind die gleichen geblieben – ihre Unterbringung wurde jedoch verbessert. All die Kleinigkeiten für medizinische Notfälle, Wehwehchen, Löcher im Rucksack, ernste Notfälle wie verschmutztes Wasser und Feuermachen in der Wildnis sind nun in zwei Taschen untergebracht. Das schafft mehr Ordnung im Gepäck und wenn mal ein anderes Gepäckstück mit auf Reise geht, sind die Essentials schnell umgezogen.

Diese Pouches sehen zwar militärisch aus, aber eben das hat einen Vorteil: Die Teile sind robust und da Militär-Equipment in rauen Mengen hergestellt wird, sind sie ziemlich günstig.

Erste-Hilfe-Set

Warum das so ist, muss ich hier wohl nicht erklären. Was wiederum alles darin ist und darin sein sollte, steht hier.

Ein Messer

Niemals ohne.

Wer rausgeht, braucht ein Messer. Keine Busch-Variante zum Lianen-Schlagen und Guerilla-Kämpfer abwehren, sondern ein einfaches, handliches Messer. Zum Brot schneiden, schnitzen, Pflaster zurecht schneiden. Dafür reicht mir mein Opinel Nr. 9. Es ist schlicht, sehr schön und zudem günstig. Mit etwas Pflege und einem Wetzstein hat man viele Jahre was von diesen Messern. Bei längeren Touren und im Urlaub hilft mir zudem ein kleines Schweizer Taschenmesser. Das am häufigsten genutzte und wichtigste Werkzeug darin: der Korkenzieher.

Ein Biwaksack

Der Biwaksack für zwei.

Diese Folien-Säcke sind die Bergvariante der Rettungsdecke. Sie funktionieren genauso und verhindern im Notfall, dass die Person darin auskühlt. Das hilft, wenn man eine Nacht am Berg verbringen muss, weil man sich verirrt hat, oder um Verletzte zu versorgen.

Im Rucksack ist bei mir immer eine Variante für zwei Personen. Im Ernstfall würden diese zwei sich gegenseitig etwas wärmen.
Bislang habe ich den Sack noch nicht ausgepackt und ich werde mich auch davor hüten. Es soll unmöglich sein, ihn wieder in seine Hülle zu bekommen. Daher bleibt er für den Notfall eingerollt und handlich verpackt.

Ein Poncho

Dieser Poncho hat schon gut und gern acht Jahre auf dem Buckel und tut seinen Dienst noch immer vorbildlich.

Ob als Regenponcho, wasserfeste Sitzunterlage, trockene Gepäckablage beim Campen oder notdürftiger Unterstand im Platzregen: Auch wenn der Gummi-Poncho an sich etwas schwer ist – so oft hat er mir das Leben schon angenehmer gemacht, dass ich ihn einfach immer wieder zurück in den Rucksack packe, wenn er wieder trocken ist.

Eine Stirnlampe

Gibt nix Besseres in der Dunkelheit. Denn zwei freie Hände sind immer besser als nur eine.

Für alle Fälle. Mit etwas Voraussicht sollte es einem nicht passieren, dass man von der Dunkelheit überrascht wird – wann die Sonne untergeht, lässt sich schließlich vorher herausfinden. Aber man weiß ja nie. Außerdem hilft die Lampe auch im Wanderurlaub, wenn der Hund im dunklen Nirgendwo rund um die Berghütte spät Abends nochmal raus muss.

Und wer sich einen Sonnenaufgang vom Gipfel aus angucken will, der muss auch schon mal nachts in den sauren Losgeh-Apfel beißen.

Notfall-Paket für den Hund

Das Notfallset für den Hund. Offenbar weiß Mio, dass das irgendwie für ihn gedacht ist.

Auch Mio könnte etwas zustoßen. Um zumindest auf die kleineren Zwischenfälle vorbereitet zu sein sind dabei:

  • Fleece-Booties – schützen Pfoten vor Eis, spitzem Geröll, Schnee, vor allem, wenn sie verletzt und verbunden sind.
  • Zwei leere Kapseln und Sekundenkleber – zum Behandeln von eingerissenen Krallen. Reißt eine ein, kann das für den Hund sehr schnell sehr schmerzhaft werden, wenn der Riss immer weiter hinaufwandert. Etwas Sekundenkleber auf den Riss, eine halbe Pillen-Kapsel drauf, gut ist. Wie die Kralle auch läuft sich das ab. Die Kapseln bekommt man mit etwas Glück in der Apotheke geschenkt.
  • Stretch-Verbände – sterile Wundauflagen sind im Erste-Hilfe-Set für Menschen, doch zum fixieren dieser hat Mio eigene Verbände dabei.
  • Zeckenhaken – weil Zecken richtig üble Kackviecher sind.
  • Fettende Creme – für die Ballen an den kleinen Pfoten.

Plastikbeutel

Beutel für alles, was so an- und aus dem Hund fällt.

Ob für Müll, Mios Hinterlassenschaft auf einer Heuwiese oder um etwas wasserdicht zu verpacken: Niemals gehe ich ohne Plastikbeutel los. Da Hundekotbeutel und kleine Müllbeutel alles andere als luftdicht sind, habe ich immer auch ein paar verschließbare Zip-Gefrierbeutel dabei. Damit kann man auch so einen gefüllten Beutel mit frischer Luft in der Nase ins Tal runtertragen.

Klein- und Ersatzkram

Batterien für die Lampe, etwas Schnur, zwei Kabelbinder, Tape, Sekundenkleber – für die kleineren Reparaturen an Gepäck und Ausrüstung.

Für den Trinkwasser-Notfall und die kleinen Reparaturen auf Tour.

Wasserfilter

Ja, okay, zugegeben, das ist nun wirklich etwas schräg. Im Schwarzwald, in der Pfalz und besonders in den Alpen mit den vielen kleinen sauberen Wasserläufen braucht man wirklich keinen Wasserfilter.
Aber der Filter, den ich habe, ist klein und wiegt fast nichts, daher fällt er nie unangenehm auf. Also bleibt er einfach im Rucksack. Zudem finde ich ihn beruhigend. Denn dann und wann passiert es auch im Schwarzwald, dass man mal mehrere Kilometer ohne direkt trinkbare Wasserquelle laufen muss. Und da finde ich es beruhigend, einen kleinen Filter dabei zu haben, mit dem ich auch nicht ganz einwandfreies Wasser trinken könnte.

Wichtig: Dieses Gerät filtert keine Viren aus dem Wasser, lediglich Dreck, Sediment, Bakterien und Kleinstlebewesen. Dafür funktioniert es ohne Chemie und das Wasser schmeckt einwandfrei.

Schlauchtuch

Taugt als Schal wie auch als Kopftuch.

Ob bei Kälte um den Hals oder bei prallem Sonnenschein auf dem Kopf: Ein solches Schlauchtuch hilft bei jeder Witterung und jedem Wetter. Es schützt die Ohren bei kaltem Wind oder verhindert, dass einem beim steilen Aufstieg die ganze Zeit der Schweiß in die Augen rinnt. Rund-um-Paket für wenig Geld, dazu ist es leicht und lässt sich klein verpacken.

Karte und Kompass

Old School Navigation

Auch wenn wir viele unserer Touren online finden und uns die Wegstrecke für die Navigation auf dem Smartphone speichern – auf Karte und Kompass möchte ich nicht verzichten. Das Handy kann ausfallen, kaputtgehen, der Akku kann leer sein und dann steht man ziemlich blöd da, selbst in den überwiegend sehr gut ausgeschilderten Regionen im Schwarzwald oder in der Pfalz.

Zudem macht es irgendwie noch mehr Spaß, das Handy einfach in der Tasche zu lassen und nach alter Schule mit Karte und Kompass herauszufinden, wo es langgeht.

 

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