5 Gründe, warum Baden-Baden perfekt für Wanderanfänger ist

Veröffentlicht von Schrat am

Baden-Baden – wenn es da überhaupt bei jemandem klingelt, dann wegen des Casinos, des Kurhauses und ziemlich toter Hose. Das stimmt auch. Doch darüber hinaus ist Baden-Baden einfach ideal für Wanderer, besonders für Neulinge.

Die Stadt südlich von Karlsruhe hat an Sehenswürdigkeiten das ein oder andere zu bieten: Kunst-Ausstellungen, das Museum Frieder Burda, einige historische Gebäude, das neue und alte Schloss sowie die Thermen. Doch dazwischen: Nüschte, tote Hose. Ein bisschen flanieren an einem sonnigen Sonntagnachmittag und dann ist man eigentlich auch schon durch mit Baden-Baden. Vor allem als eher junger Mensch.

Was an der Lichtentaler Allee alles so erlaubt ist.

Der Großteil der Bevölkerung ist eher grau- bis silberhaarig, entsprechend ist das Freizeit-Angebot. Das ist nicht schlecht, ein Spaziergang entlang der Lichtentaler Allee und dann ins Café ist dann und wann schön. Doch der wahre Schatz der Stadt liegt direkt hinter den Stadtvillen und Prunkbauten.

Der Blick vom Battert auf den Hausberg Merkur.

  1. Unendlich viele Wanderwege: Baden-Baden liegt im nördlichen Schwarzwald und bietet wie die gesamte Region schier zahllose Wanderwege – vom verlängerten Spaziergang am Nachmittag über tagesfüllende Wanderungen bis hin zu Fernwanderwegen über Hunderte Kilometer. Für jede Konstitution, Ausrüstung, Erfahrung und Lust  ist ein Weg dabei.
  2. Ausgezeichnete Wanderwege: Die Beschilderung im gesamten Schwarzwald ist hervorragend, der Schwarzwaldverein leistet gute Arbeit. In und rund um Baden-Baden ist die Dichte ausgezeichnet beschilderter Wege aber noch um einiges höher. Die Stadt selbst hat 20 weitere Wege beschildert, gekennzeichnet mit bunten runden Wegweisern. Einen Überblick gibt es auf der Website der Stadt. Auch wenn es stets ratsam ist, eine Wanderkarte dabei zu haben, genügt es in Baden-Baden meist, sich Start- und Zielpunkt der gewünschten Wanderung anzusehen, anzukommen und dann den Wegweisern zu folgen. Um sich zu verlaufen muss man sich wirklich sehr anstrengen.

    Wasserfälle zwischen Tannen zwischen Gipfeln – Baden-Baden hat das Schwarzwald-Komplettprogramm.

  3. Abwechslung. Stereotyp ist der Schwarzwald geprägt von sanft geschwungenen Gipfeln und dunklen Tannenwäldern. Doch er bietet sehr viel mehr, auch schon im Norden rund um Baden-Baden. Gipfel auf der Badener Höhe oder dem Kreuzfelsen, der Blick in die Ortenau, mystisch anmutende Pfade an den Geroldsauer Wasserfällen, steile Kletter-Felsen am Battert. Landschaftlich gibt schon dieser Ort einen Vorgeschmack auf all die großartigen Landschaften des Schwarzwaldes.
  4. Überall einkehren. An nahezu jedem der 20 eigens beschilderten Wege der Stadt gibt es ein Gasthaus oder Restaurant, rustikal wie im Waldgasthaus Scherrhof oder auch modern-gemütlich wie die Geroldsauer Mühle.
  5. Günstige Lage. Baden-Baden selbst hat einen Bahnhof und ein zumindest funktionierendes Busnetz, mit dem viele der Wander-Startpunkte erreicht werden können. Mit dem Auto lassen sich die vielen Startpunkte der Wanderungen noch komfortabler erreichen. Baden-Baden liegt direkt an der A5, die B500 – die Schwarzwaldhochstraße – führt mitten hindurch. Entlang der Wandergebiete gibt es viele Wanderparkplätze.

Insider-Tipps:

  • Auf den Merkur, Baden-Badens Hausberg, wandern und den Paraglidern zusehen. Bei guter Thermik sind immer Paraglider unterwegs und starten direkt vor der Einkehrmöglichkeit auf dem Berg.

    Auf dem Merkur

  • Die Geroldsauer Wasserfälle. Schon der moosbewachsene, stets schattige Weg entlang des Bachs zu den Fällen ist wunderschön und die Hauptattraktion. Allerdings ist dieses Naturschauspiel sehr bekannt und gut zu erreichen. Schaut am besten bei regnerischem Wetter dort vorbei. Der Schönheit tut es keinem Abbruch. Meidet sie auf jeden Fall an sonnigen Sommersonntagen.

    Der Wanderpfad zu den Geroldsauer Wasserfällen.

  • Einkaufen in der Geroldsauer Mühle. Der Laden, der an das Restaurant angeschlossen ist, ist nicht gerade günstig, aber bietet eine hervorragende Auswahl regionaler Speisen und Getränke, ideal für ein Mitbringsel oder Souvenir.
  • Wein-Wandern. Direkt an Baden-Baden grenzt das Rebland, das seinem Namen alle Ehre macht. Dort gibt es einige hervorragende Weingüter, die ihren Wein ab Hof verkaufen und gerade zur Lese auch ausschenken, etwa das Weingut Nägelsförst.

Tourentipps rund um Baden-Baden:

Wie hat dir der Beitrag gefallen?
[Total: 0 Average: 0]