Lieblingsstücke: Der blöde Hut

Es gibt einige Klamotten und Ausrüstungsgegenstände, die ich unterwegs immer dabei habe. Alle sind nützlich, kaum einer ist schön, doch manch einen habe ich besonders ins Herz geschlossen. Ganz vorneweg – der blöde Hut.

Der blöde Hut ist ein ziemlich normaler, olivgrüner Fischerhut, dessen Krempe sich an den Seiten mit einem Druckknopf oben fixieren lässt. Ursprünglich hatte er mal eine Schnur, die den Hut abgesetzt dann im Nacken hält. Die habe ich jedoch direkt nach dem Kauf abgeschnitten, das Gebimsel nervt bloß.  Zugelegt habe ich ihn mir vor dem West Highland Way, für wenige Euro.

Doch was macht ihn so besonders?

Der blöde Hut hat einfach alles, was ich von einer Kopfbedeckung erwarte:

Er schützt vor Sonne. Das ist zu jeder Jahreszeit wichtig, vor allem in höheren Lagen und für einen Mann mit lichter werdendem Haar. Sonnenbrand auf der Pläte will schließlich niemand haben und die Krempe schützt auch noch die Ohren.

Er schützt vor Regen. Wenig ist deprimierender als die stetigen Tropfen direkt auf dem Schädel zu spüren. Die Kapuze der Regenjacke oder des Ponchos kommt für mich nicht recht in  Frage, denn ich höre nicht besonders gut, wenn dieser Kunststoff über meinen Ohren liegt. Und der größte Bonus für mich als Brillenträger: die Hutkrempe. Sie schützt meine Brillengläser vor den Regentropfen und ich muss bei Regen nicht halbblind durch die Gegend staksen.

Da liegt der blöde Hut beim Gepäck für den WHW, damals noch unbenutzt.

Er sieht gut aus. Leni würde womöglich widersprechen, der Name „blöder Hut“ stammt von ihr, aber das bezieht sich eigentlich auf die Trageweise als eine Art Fischerhut – nicht mit hochgeknöpfter Krempe. Und so trage ich ihn auch fast immer – denn Fischerhüte sehen wirklich blöd aus.
Für mich sieht er nach Abenteuer aus – und fühlt sich auch so an. Anders als ein Fischerhut oder eine normale Kappe. Für mich fühlt er sich nach Wildem Westen, Great Outdoors und Entdeckertum an. Und genau für solche Gefühle laufe ich immer wieder gern los.

Er ist klein. Komplett aus Textil (keine Ahnung woraus genau der ist, das Schildchen habe ich rausgeschnitten) lässt er sich in jeden Hosentasche, in jedes Seitenfach im Rucksack oder einfach zwischen Rücken und Rucksack klemmen. Dazu trocknet er schnell, selbst wenn steter Regen ihn komplett durchnässt hat.

A post shared by Schrat Und Fee (@schratundfee) on

 


Geht es euch ähnlich, habt ihr auch Kleidungsstücke, Ausrüstungsgegenstände oder Souvenirs, die ihr so ins Herz geschlossen habt, dass ihr sie immer dabei habt? Dann erzählt uns davon, gern direkt hier als Kommentar, via Kontaktformular oder im Hüttenbuch.

[contact-form-7 404 "Not Found"]