Wie sich wandern in der Heimat für mich anfühlt

Veröffentlicht von Fee am

Für mich ist Heimat etwas ganz Besonderes. Es ist nicht mehr mein Zuhause Nummer 1, aber ich mag es kaum auf Platz 2 stellen. Hier ist meine Familie. Und hier liegt mein Lieblingswald: der Arnsberger Wald. Wie es sich für mich anfühlt, ihn nachträglich zu erwandern.

Als Kind bedeutete der Arnsberger Wald für mich irgendwas zwischen Zwangsspaziergang, wunderbarem Ausflug und mit Pflegehunden Gassi gehen.

 

Hier machten wir 1.-Mai-Wanderungen, mit Bollerwagen, reichlich Picknick, zig Nachbarn und Freunden und einfach allem drum und dran.

Wandern mit Oma und anderen Omas

Hier suchten wir Ostereier, hier ging ich mit meiner Oma wandern, zusammen mit vielen anderen Omas und Opas aus dem SGV, dem Sauerländischen Gebirgsverein. Hier gingen wir mit der Familie picknicken, hier her führte uns der Wandertag in der Grundschule.

Aber selbst loswandern? So auf eigene Faust? Nee, irgendwie nicht. Gut, ich habe Angst vor Wildschweinen. Aber zu zweit oder in einer Gruppe verfliegt die immer. Daran kann es nicht gelegen haben. Wandern an sich fand ich damals schon super, mit Oma war ich immer gerne los.

Ab jetzt: Abenteuer vor der heimatlichen Haustür suchen!

In den Alpen war ich wandern, mit Papa, irgendwann zum ersten Mal auch mit Tim, spazieren ging ich immer gerne. Keine Ahnung, weshalb ich den Arnsberger Wald verschmähte.

Bäche, überall Bäche

Jetzt ist damit jedenfalls Schluss! Im letzten Jahr war ich gleich dreimal dort unterwegs und mehr Touren sind geplant. Denn der Arnsberger Wald (der nur so heißt und weit über Arnsberg hinaus wächst und gedeiht) ist wunderschön. Er ist dicht und trotzdem hell, licht und voll dunkler Tannen zugleich. Es gibt Sümpfe, Hügel, Täler und immer wieder Wasser.

Hier zu wandern fühlt sich so heimelig an, und trotzdem entdecke ich immer etwas Neues. Es ist jedes Mal ein Abenteuer vor der heimatlichen Haustür. Wandern im Arnsberger Wald ist für mich nun immer wieder eine Überraschung. Und trotzdem weiß ich immer ungefähr, wo ich gerade bin.

Unbedingt machen: Wandern an der Heve

Beim Wandern bin ich am allerliebsten am Wasser. Und im Arnsberger Wald fließen etliche kleine Bächlein, dazu größere Flüsse wie die Möhne – die in den Möhnesee mündet. Dort hinein fließt auch die Heve, ein malerischer Wildbach, der sich durch hellen Buchenwald schlängelt.

Wer in der Gegend ist, sollte die Heve auf keinen Fall verpassen. Auch supertoll: Der Fels Hohler Stein und die gefluteten ehemaligen Steinbrüche zwischen Rüthen und Kallenhardt.

Wandern auf der Sauerland-Waldroute

Felsen liebe ich ja auch. Steinige Kanten, über die sich dicke Baumwurzeln schieben, leicht zu erklimmende Ausgucke. Solche gibt es zum Beispiel bei Warstein und eben Kallenhardt, höhere Berge liegen rund um Meschede und Eversberg.

Ambitionierte Wanderer kommen auf der Sauerland-Waldroute auf ihre Kosten. Der komplette Wanderweg führt von Iserlohn nach Marsberg (oder andersrum) und ist 240 Kilometer lang. Die Website gibt aber auch Tipps zu einzelnen Etappen.


 

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1 Kommentar

Was das Sauerland für Wanderer so besonders macht – #schratundfee · 18. April 2018 um 12:12 pm

[…] Sauerland ist nicht so sehr meine unmittelbare Heimat wie für Lena. Ich bin weiter westlich groß geworden. Dennoch ist das Sauerland eng mit meiner Kindheit […]

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