Was das Sauerland für Wanderer so besonders macht

Veröffentlicht von Schrat am

Mit ein paar Freunden aus Schulzeiten habe ich ein Wochenende im Sauerland verbracht, bei Meschede. Und während wir dort grillen, ein Bier trinken und auch wandern, kommt mir eine Idee, was diesen Landstrich so besonders macht.

Das Sauerland ist nicht so sehr meine unmittelbare Heimat wie für Lena. Ich bin weiter westlich groß geworden. Dennoch ist das Sauerland eng mit meiner Kindheit verbunden. Dorthin führten Ausflüge mit der Schule, die uns Kindern die Natur näherbringen sollten. Dort fuhren alle hin, wenn etwas Schnee lag und Kinder rodeln wollten. Bei Dortmund – so zumindest meine Erinnerung – hat es fast nie geschneit.

Marius vor Bank, 2018

Nachbar Natur

Das Sauerland sind die nächsten Hügel und Berge, die nächsten großen Badeseen und tiefen, weiten Wälder vom Ruhrgebiet aus. Und weil es so nah ist, dem ein oder anderen Freund eng verbunden, haben wir uns dort, bei Meschede, in einer alten, für Übernachtungen ausgebauten Kirche getroffen.

Neben Grillen und einer Kiste Bier hat Marius, der die Gegend am besten kennt, auch eine Route organisiert. Einmal rund um das Örtchen Kirchrarbach, je nach Verfassung spontan erweiterbar – oder verkürzbar.

Lagerfeuer, Grill und Bierchen – ein Wochenende Kurzurlaub.

Entspannte Tour, entspannte Wanderer

Auf der rund 14 Kilometer langen, sehr entspannten Tour genießen wir die Sonne am ersten durchgehend warm-sonnigen Wochenende des Jahres. Werden immer wieder still, genießen die Wälder und beobachten den Frühling, der dort in NRW noch nicht so sehr Einzug gehalten hat wie etwa in Baden oder in der Pfalz.

Dann fällt mir auf, was das Sauerland so schön macht für Wanderer, die einfach wandern wollen und nicht Extremen hinterher jagen: Das Sauerland ist flexibel. Die Wege sind zahlreich, leicht zu finden, gut beschildert – und wenn man vom Weg abkommt, lässt sich von einer Anhöhe die nächste Straße oder sogar der nächste Ort entdecken. Eine Route lässt sich schnell abkürzen oder noch verlängern.

Der Frühling ist da! Im Sauerland noch etwas verhaltender als weiter im Süden Deutschlands.

Und erstmal der Ausblick!

Von fast jedem Berg und Hügel hat man eine wahnsinnige Aussicht. Das liegt zum Teil an nicht natürlichen Umständen: Weite Teile des Sauerlands sind von Äckern und Feldern bedeckt, viele Tannenbaumfelder sind lange Zeit niedrig und haben wenig von Wald. Außerdem werden die ja auch regelmäßig allesamt gefällt. Das hat wenig von unberührter Natur, doch anders als zwischen dichten Tannen im Schwarzwald und an sich windenden Bergwegen haben Wanderer stets Weitblick.

Der Ausblick, für den sich die – zugegeben meist recht angenehmen – Anstiege lohnen.

Wandern light

Viele Wege und Routen sind nichts für Extremsportler, die höher oder schwieriger gehen wollen. Aber wer einfach nur raus möchte, ist mit dem Sauerland gut bedient. Denn es ist ein bisschen Wandern light – ganz positiv, im Sinne von leicht. Dinge, die leicht fallen, machen schließlich meist mehr Spaß als alles, das schwer fällt.


 

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Schrat

Wanderschreiber

1 Kommentar

Bildergalerie: Sommer-Feeling im Sauerland-April – #schratundfee · 22. April 2018 um 6:45 pm

[…] Charme der analogen Fotografie – im Sauerland unterwegs mit ein paar Schulfreunden hatte ich nostalgisch auch die alte Fujica dabei. Entstanden sind ein paar Nostalgie-versprühende […]

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