Vom Ammersee rauf zum Kloster Andechs

Veröffentlicht von Schrat am

Es ist mehr ein kurzer Ausflug als eine Wanderung, dennoch möchte ich es euch ans Herz legen. Besucht den Ammersee und wandert rauf zum Kloster Andechs – besonders empfehlenswert, wenn ihr ein gutes Bier schätzt.

Der Ammersee ist für Wanderer wie auch Wassersportler schon Anlass genug, sich auf den Weg in den Süden Bayerns zu machen. Rundherum warten zahlreiche weitere Seen darauf, erwandert zu werden. Die Seen selbst sind allesamt wie gemacht für Segler, Kite-Surfer und Stand-Up-Paddler.

Sonnenuntergang am Ammersee

Pilgerroute vom See rauf zum Kloster

Mit einem Freund war ich in Herrsching am Ammersee. Mit der S-Bahn ist man von München aus binnen einer Stunde dort. Doch das Örtchen ist nicht nur gut zu erreichen – von dort aus führt auch ein schöner Waldweg direkt rauf zum Kloster Andechs. Für einen Besuch auch über mehrere Tage hat der Ort alles an Geschäften, was es braucht.

Der Wald rund um das Kloster

Nach einem Abend Biergarten-Romantik am Seeufer machten wir uns auf. Vom Ortskern läuft man sehr gemächlich und gemütlich allenfalls eine Stunde rauf zu dem Kloster, dessen Namen auch viele über Bayern hinaus von Bierflaschen-Etiketten kennen.  Angesichts des heißen Sommerwetters haben wir es in Sachen Wandern auch dabei belassen. In der Gegend erstreckt sich aber ein weitläufiges Netz von Wanderwegen. Der Weg führt fast komplett durch lichten Buchenwald, mit viel Schatten im Sommer und einem Bachlauf, den man von Herrschingen aus mehrfach quert.

Bier, Brez’n, Obazda

Außerdem wollten wir das Bier kosten. Und das ist wirklich ausgezeichnet. Auch die Küche ist großartig, der Obazda auf Kloster Andechs ist der beste, den ich bislang essen durfte. Dazu noch ofenwarme Brez’n – einfach herrlich. Wem der Ausschank des Klosters nicht genügt: Oben auf dem Berg gibt es einen weiteren Biergarten sowie noch einen Gasthof.

Vorsicht, Pilger! Sehr viele Pilger.

Wer nicht unbedingt selbst pilgern möchte, sollte typische Pilgerzeiträume wie Pfingsten und Christi Himmelfahrt meiden. Denn dann ist es entlang dieser Pilgerroute extrem voll auf den Wegen, in den Biergärten und auch in den Unterkünften. Im Gasthof etwa am Kloster werden die Säle zu Schlaflagern mit so vielen Pritschen und Feldbetten, wie in den Saal hinein passen. Immerhin gilt Andechs auf dem „Heiligen Berg Bayerns“ als einer der ältesten Wallfahrtsorte Deutschlands. Hinzu kommen Schulklassen und sonstige Gruppen, die gemeinsam Ausflüge machen.

Da ich nicht religiös motiviert wandere, meide ich diese Stoßzeiten lieber. Wer drauf steht: Es gibt auch organisierte Wallfahrten und Gruppenreisen. Ebenso häufig trifft man übrigens ziemlich volltrunkene Leute, überwiegend Bengel in Lederbuchsen. Die sind aber meiner Erfahrung nach friedfertig und sind froh, einfach wieder heil den Berg runter zu kommen.

Biergarten in Herrsching mit vielen weiteren Mini-Gärten. Mio hat nichts abbekommen, auch wenn er so dreinschaut.


 

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Schrat

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