Herbst an der Mosel – Das ist die perfekte Tour

Endlich Herbst, endlich ist die Hitze weg, der Wald verdurstet nicht mehr. Es ist die perfekte Zeit zum Wandern – zum Beispiel zwischen Weinbergen an der mäandernden Mosel.

Auf der Karte sieht sie aus wie ein blauer Regenwurm. Die Mosel schlängelt sich hierhin und dorthin. In ihren Schleifen liegen zauberhafte Weindörfer, umgeben von Hängen, an denen die letzten Reben reifen und die Blätter gelb und rot leuchten.

Ein perfektes Wandergebiet

Es ist unser erstes Mal an der Mosel, dem Fluss, an dessen Ufern der wohl beste Riesling Deutschlands wächst. Sagen jedenfalls manche. Wir wollen zwar auch das testen, aber nicht nur.

Die Moselregion ist ein perfektes Wandergebiet, gerade im Herbst. Die leuchtenden Farben an den Hängen der Uferberge stehen in krassem Kontrast zur steingrauen Mosel. Der Wein ist gerade eingefahren, die Winzerinnen feiern den Hahn, wie es hier heißt.

Rundwege am berühmten Moselsteig

Und die Wanderwege sind berühmt, allen voran der 365 Kilometer lange Moselsteig. In 24 Etappen führt er von Perl an der Grenze zu Frankreich und Luxemburg bis nach Koblenz, wo die Mosel am Deutschen Eck in den Rhein mündet.

Wir sind keine ganze Etappe gelaufen, haben lieber zwei Abschnitte mit Sehenswürdigkeiten in der Gegend als Rundwege verbunden. „Seitensprünge und Traumpfade“ nennt der Tourismusverband die Routen abseits des Fernwanderweges.

Burg Arras und Marienburg

Unsere erste Tour führte uns von Reil zur Burg Arras bei Alf, von da aus zur Marienburg und weiter bis nach Bullay. Eine relativ kurze Wanderung, an deren Ende aber ein Bahnhof liegt, von dem aus wir wieder heim fahren konnten. Alternativ könnte die Route auch bis nach Zell führen, von da aus fährt aber kein Zug nach Reil. Mit dem Schiff kämen Wanderer zu den Fahrtzeiten auch von hier aus zurück.

Blick auf DIE Moselschleife

Am zweiten Mosel-Tag wanderten wir an dem wohl bekanntesten Teilstück des Flusses: der Moselschleife bei Bremm. Hier ragt der Calmont steil auf – immerhin einer der steilsten Weinhänge der Welt. Oben wächst dichter Laub- und Nadelwald, unten Wein. Und von hier haben Wanderer einen gigantischen Blick auf die Mosel und das Kloster Stuben auf der anderen Seite.Es ist die perfekte Tour für den Herbst, nicht zu lang, für den Fall, dass es kalt und ungemütlich wird, mit bunten Farben und zu einem großen Teil windgeschützt im Wald. Danach ist ein Gläschen Wein (fast) Pflichtsache. Weil wir an diesem Tag genug von Handynutzung und schlechtem Empfang hatten, greifen wir auf die Komoot-Aufzeichnung von Eva von Quitenice.de mit einer etwas abgewandelten Route zurück.