Wandern mit Hund – die Winterausgabe

Wie wichtig es ist, ein paar Dinge beim Wandern mit einem Hund zu bedenken, haben wir längst geschrieben. Aber jetzt kommt die Winterausgabe. Denn im Kalten braucht auch der vierbeinige Wanderer etwas mehr Ausrüstung.

Unser Mischlingsrüde Mio ist bei jeder Wandertour dabei. Wenn wir gehen, geht auch er. Wäre er mal krank und könnte nicht mitwandern, würden wir wahrscheinlich auch nicht losziehen. Er gehört eben dazu – und es würde mir auch sehr komisch vorkommen, ohne Hund durch die Natur zu laufen.

Geschirr, Halsband, Leine, Verbandszeug

Genau wie wir braucht auch Mio unterwegs ein paar Dinge. Futter oder zumindest Snacks, natürlich Wasser und den passenden Napf dazu, Leine und Geschirr und Halsband sind immer dabei. Wir haben beides mit, um wechseln zu können, je nachdem, wie die Strecke so ist.

Mio im Wald. Er liebt Schnee, aber ein bisschen was müssen wir im Winter beachten.

Geht’s steil bergauf, ist ein Geschirr besser. Da kann Mio selbst entscheiden, wie stark er voran zieht und ihm schneidet trotzdem nichts in den empfindlichen Hals. Bergab ist aber, gerade bei seinem Tempo, das Halsband besser. Da muss er dann eben bei uns laufen.

Meistens haben wir auch noch eine Decke dabei, seine Fleece-Schuhe und Verbandszeugs für Hunde. Im Winter sind die Schuhe unerlässlich. Wenn Flächen und Wege stark mit Streusalz berieselt wurden, ziehen wir ihm die an. Das Salz kann den Pfotenballen ganz schön schaden und trocknet sie aus. Wenn ein Hund nur kurz über so eine Fläche läuft und es nachher die Möglichkeit gibt, die Pfoten zu waschen, müssen die Schuhe nicht an.

Ein Mantel hält auch den Hund warm

Im Januar in den Bergen des Allgäus hatten wir auch schon einen Mantel für Mio dabei. So schnell friert er mit seinem langen Fell zwar nicht, aber bei minus zehn Grad war das schon was anderes. Wir haben ihn nie gebraucht, weil wir uns immer genug bewegt haben oder die Sonne lang genug schien. Aber: Sicher ist sicher.

Ein Spielseil hält uns und Mio in Bewegung.

Um das mit der Bewegung locker hinzukriegen, ist ein Spielzeug super. Wir haben meistens ein Seil im Rucksack – zum Zerren und Werfen. So bleibt nicht nur der Hund warm, sondern auch wir. Kurze Stücke zu rennen ist auch eine Möglichkeit. Wichtig ist aber, nicht zu viel zu schwitzen. Das würde nachher nur noch kälter.

Unbedingt eine isolierende Decke mitnehmen

Im Winter ist eine gut isolierende Decke im Wandergepäck Pflicht. Gerade wenn wir irgendwo einkehren, wo auch Ski- und Snowboardleute rumlaufen. Deren Schuhe bringen ordentlich Schnee mit rein (klar, unsere auch) und hinterlassen meistens große Pfützen. Nicht überall gibt’s Teppich. Aber mit der Decke hat es auch der Hund auf dem Boden in jeder Location warm und trocken.

Gut ist auch, immer eine Thermoskanne heißes Wasser dabei zu haben. Die ist gut für uns und im Notfall auch für den Hund. Das Wasser können wir trinken – mit Teebeutel oder ohne –, zum Enteisen nutzen oder die warme Kanne dient als Wärmflasche. Sollte es mal zu einer Notsituation kommen, wäre die auch für Mio wichtig.

Hilft gegen Kälte: Mit Freunden toben.

Pfotenhaare schneiden

Was im Winter auf keinen Fall fehlen darf, ist Hundefutter. Das ganz normale, das auch sonst in den Napf kommt. Denn das ist, oder sollte es zumindest, am nährstoffreichsten. Weil der Hunde- wie der Menschenkörper auf Temperatur gehalten werden muss, verbraucht auch Mio mehr Kalorien. Die kommen durchs Futter super wieder rein.

Zwischendurch kontrollieren wir immer mal wieder Mios Pfoten auf kleine Schneeballen. Bleiben die an den kleinen Haaren hängen, können sich die Pfoten übel entzünden. Generell gilt im Winter: Härchen an den Pfoten kurz halten. Wenn sich der Hund nicht ausreichend schüttelt, hilft es, den noch im Fell hängenden Schnee rauszuklopfen. So kühlt Hundi weniger schnell aus und kann weiter happy rumspringen!


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