Unsere drei liebsten Touren des Jahres

2018 ist vorüber, die ersten Tourenideen für 2019 stehen schon. Zum Jahreswechsel schauen wir aber noch einmal zurück auf unsere drei schönsten Wandertouren des vergangenen Jahres.

Nummer 1: Der Höllenberg in Frankreich

Mio hat hier die Murmeltiere schon im Blick.

Eigentlich war unser Halt in den französischen Alpen eine mehr oder minder notwendige Pause auf dem Rückweg von Spanien. Doch von Haute-Savoie aus konnten wir nicht nur einen Abstecher nach Genf machen (lohnt sich so mittel), sondern auch mitten rein in diesen Teil der Alpen – so konnten wir noch ein weiteres Alpenland von unserer Bucket-List streichen.

Wir haben uns für eine Rundwanderung am Roc d’enfer von Graydon aus entschieden, rund 14 Kilometer mit 700 Metern rauf und runter. Und das war eine sehr gute Entscheidung: Diese Runde hatte alles, was wir am Wandern lieben: Alpenkühe, Ziegen, Murmeltiere, Weiden, Fels und Stein, weite Ausblicke, Kraxelei und dichten Wald.

  • Highlight: Definitiv der Blick ins Tal nach dem schwierigen Kletterteil. Umschlossen von schroffem Fels wetzen Murmeltiere über die Wiesen, während man so hoch pausieren kann, dass der Blick bis zum Mont Blanc reicht.
  • Schwierigkeit: Leichte Wanderung mit einer schweren Kraxel-Passage
  • Besonderheiten: Auf dem Weg sind wir fast unentwegt über Kuhweiden gelaufen. Wanderer mit Hund (oder Leute mit Kuh-Angst) sollten sich darauf einstellen.

Zum detaillierteren Tourbericht geht es hier entlang.

Nummer 2: Der Grand Canyon der Pyrenäen

Der Ausblick vom Mirador del Molar – der Blick auf die Backenzähne. So heißen die Berge gegenüber.

Der Besuch in Torla war auch unser erster in den Pyrenäen. Bislang hatten wir nur Mittelgebirge und die Alpen kennengelernt. Doch diese wilden Berge mit Pinien-bedeckten Hängen haben sofort einen Platz in unseren Herzen erobert.

Nach einer Rundwanderung durch einige kleine Orte des Tals am Rande des Nationalparks Ordesa y Monte Perdido wollten wir am nächsten Tag rauf, in die Höhe. Denn das Valle Ordesa wollten wir uns nicht entgehen lassen – uns aber auch nicht mit dem Touribus hinein kutschieren lassen. Denn dort hätte Mio in eine Gitterbox im Laderaum mitfahren müssen.

Wir sind direkt vom Campingplatz gestartet und liefen rauf. Rauf, rauf und rauf. Fast 1000 Höhenmeter legten wir am Stück zurück, alles für den Blick ins Tal von den Miradores del Molar, den Ausblick auf die Backenzähne. Und das hat sich gelohnt. Es war einsam, umwerfend und atemberaubend. Beim Abstieg hielt sich die Abwechslung jedoch etwas in Grenzen, da unser Weg mehrfach den Hinweg kreuzte und wir dann und wann wieder den gleichen An- und Ausblick hatten wie beim Aufstieg.

  • Highlight: Unser vorgenommenes Ziel – der Ausblick aufs Tal. Und am Abend das Gefühl mit brennenden Füßen bei einem kalten Bier sich für 17,5 Kilometer und 1.000 Höhenmeter zu belohnen.
  • Schwierigkeit: Vom Weg her eine leichte bis mittelschwere Wanderung, doch die Länge und die Höhenmeter haben es in sich.
  • Besonderheit: Auf diesem Weg gibt es gerade im Sommer keine Trinkwasserquelle. Kleinere (und im 2018er-Sommer auch größere) Bäche versiegen bei Trockenheit. Nehmt also ausreichend Wasser mit, ein Kilometer rauflaufen ist anstrengend.

Unseren vollständigen Tourenbericht sowie weitere Wanderberichte aus Spanien findet ihr hier.

Nummer 3: Alpenmäßiges Kraxeln im Nordschwarzwald

Droben auf dem Felsen des Karlsruher Grats.

Seit wir das erste Mal an der A5 das braune Sehenswürdigkeitsschild vom Karlsruher Grat gesehen haben, wollten wir über ihn steigen. Dieses Jahr haben wir uns diesen Wunsch erfüllt und sind endlich die eine Stunde dorthin gefahren und haben den „einzigen Klettersteig im Nordschwarzwald “ mit einer wunderbaren Wanderung verknüpft.

Da der Karlsruher Grat kein Klettersteig im Sinne einer Via Ferrata mit Leitern und Eisensprossen im Fels ist, haben wir auch Mio mitgenommen. 13 Kilometer in einer Rundwanderung von Ottenhöfen und auch der Grat an sich waren kein Problem für den Hund. Wer sich nicht über die Felsen wagt, kann sie aber auch einfach direkt nebendran umgehen. Eine leichte Variante ist ausgeschildert.

Der Weg an sich ist ausgezeichnet, nicht nur vom Erlebnis, sondern auch mit zahlreichen Wegweisern. Denn die Strecke ist einer der Genießerpfade, die das Tourismusbüro des Nordschwarzwaldes erstellt, pflegt und auszeichnet. Doch dieser Weg ist schon lange beliebt bei Wanderern. In einem alten Wanderführer fanden wir eine sehr ähnliche Route.

Der Karlsruher Grat ist nicht der einzige sehenswerte Punkt der Wanderung. Sie führt am Edelfrauengrab vorbei und an mehreren felsigen Aussichtspunkten – und eigentlich an allem, was den Nordschwarzwald ausmacht: Obstwiesen, dunkle Tannenwälder, Täler mit grünen Hügeln, Felsen, Bäche, kleine Wasserfälle.

  • Highlight: Oben auf den Felsen des Grats eine kleine Pause einlegen, runterschauen und sich im Schwarzwaldpanorama wie in den Alpen fühlen.
  • Schwierigkeit: Leichte Wanderung, anspruchsvoll aber für die Kondition. Für die Kraxelei sollte man sicher auch auf allen Vieren unterwegs sein.
  • Besonderheit: Ottenhöfen lässt sich ganz gut mit dem Zug erreichen, der Ort hat einen Bahnhof. Angesichts der Beliebtheit der Strecke und Gegend empfiehlt sich ein Besuch unter der Woche.

Mehr Details zu unserem Erlebnis auf dem Karlsruher Grat lest ihr hier.

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