Ein Dankeschön zum Tag des Waldes

Seit jeher ist der Wald Teil der Menschheitsgeschichte. Er schenkt Leben, kann aber auch düster und bedrohlich sein. Er schützt vor Sonne, Regen und Wind und macht Kranke gesund. Für uns gehört er auf fast jeder Tour dazu. Ein Dankeschön.

Das Paradies wäre nicht das gleiche ohne Bäume. Der Dschungel beflügelt die Entdeckerlust, Urwälder geben uns das Gefühl, in der Wildnis zurecht zu kommen. Schon Geschichten aus dem Mittelalter behandeln den Wald als etwas ganz Besonderes. Er bietet Schutz, kann aber auch gefährlich werden. Hier leben die Räuber, Monster, der Wolf aus „Rotkäppchen“.

Mysterium und Lebensgrundlage

Für uns Menschen ist der Wald ein Mysterium. Wir dichten ihm viel an, vieles ist aber auch wahr. Ohne Bäume könnten wir nicht leben. Der Wald ist gleich Leben. Die Bäume, so beschreibt es Autor Peter Wohlleben, kommunizieren auch miteinander.

Er ist Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Die „grüne Lunge“, wie der Wald häufig genannt wird, schenkt uns frische, belebende Luft. Seine Stimme aus Vogelrufen, Blätterrauschen, knacken und rascheln weckt uns auf und streichelt die Seele, sein Spiel mit Licht und Schatten lässt uns träumen.

Wenn wir uns in der guten Luft bewegen, tut das unserem Immunsystem gut. Auch die Psyche profitiert, wir werden ruhiger, können sprichwörtlich wieder durchatmen. In Japan und mittlerweile unter anderem auch in Deutschland gibt es Waldbaden-Kurse. Wer im Wald spaziert oder wandert, regt seine Gedanken an, kann Knoten im Gehirn lösen und kriegt wieder Durchblick.

Wald auf fast jeder Wanderung

Wenn wir wandern, dann nur selten ohne einen Weg durch den Wald. Im Sommer spendet er uns Schatten und Rastplätze. Bei Wind und Regen schützt er uns vorm Wetter – Sturm natürlich ausgenommen.

Er hat uns schon Wildschweine, Hirsche, Käuze und andere große Vögel entdecken lassen. Für Mio sind die ganzen wilden Tiere, ihr Duft und ihre Geräusche sowieso das Beste am Wandern.

Ehrfurcht vor Wald und Baum

Wir finden, Wälder sollten bestehen bleiben und erhalten werden. Ja, Almen zum Beispiel sind wichtig, und wo ein Bannwald (ein Wald auf dem Weg zum Urwald) nicht möglich ist, sollten kranke Bäume entfernt werden. Doch da, wo es geht, müssen wir den Wald schützen (Hört ihr das, RWE?).

So sagte auch schon Naturforscher Alexander Humboldt:

Habt Ehrfurcht vor dem Baum, er ist ein einziges großes Wunder, und euren Vorfahren war er heilig. Die Feindschaft gegen den Baum ist ein Zeichen von Minderwertigkeit eines Volkes und von niederer Gesinnung des einzelnen.