Schnee in den Alpen: Wie ihr trotzdem Wanderurlaub machen könnt

Wir sind für Schneefelder in den Alpen nicht so zu haben, wandern lieber über steinige Pfade und grüne Wiesen. Das geht auch jetzt schon, obwohl auf den Gipfeln noch ganz schön viel Schnee liegt.

„Auf den Gipfeln“ zu sagen ist ziemlich untertrieben. Bis auf rund 1.500 Meter hinab liegen Schneefelder. Die werden immer rutschiger, an einem steilen Hang möchte ich so etwas nicht noch mal erleben.

Die Berge rufen auch mit Schnee

Weil wir aber – natürlich – wieder Bergsehnsucht hatten, sollten unsere freien Tage trotzdem Richtung Alpen gehen. Und auch wandern wollten wir trotzdem.

Die Idee war darum, nicht besonders weit oben zu wohnen und eben nur auf kleine Berge oder nur halbhoch zu wandern. Dazu kamen Seilbahnfahrten, bei denen der Schnee wunderschön zum Angucken war, wir aber nicht hindurch mussten. Stattdessen konnten wir oben auf dem Pilatus, dem Luzerner Hausberg, beobachten, wie sich zwei Wandernde durchs Weiß auf den Gipfel kämpften. So rum war uns das doch lieber!

Wir haben am Vierwaldstättersee gewohnt, in einem Airbnb, in dem wir schon mal untergekommen waren. Hier hatten wir alles auf einmal: Frühstück auf der Terrasse, mit Blick auf den See und im Halbschatten der Rigi, der Königin der Berge.

Traumwandernetz Rigi

Auf die konnten wir auch gut gehen. Beziehungsweise beschränkten wir uns am ersten Tag auf eine etwa zehn Kilometer lange Tour an der Lehne der Rigi rüber nach Küssnacht. Das Wetter war super, Schnee lag da unten nun wirklich keiner mehr. Und am dritten Tag unseres Urlaubs fuhren wir auf die Rigi und wanderten dort oben auf und ab.

Auch auf der Rigi gibt’s steile Berge, Wasserfälle und super Ausblick auf die Alpengipfel.

Der Berg mit seinen vielen kleinen Gipfeln bietet oben nämlich noch mal ein ganzes Tal, mit Hotels und Almen, Berghütten und einer Bahnstrecke sowie einem weit, weit verzweigten Wandernetz. Hier ließe sich auf jeden Fall ein ganzer Tag verbringen. Schnee gab es hier zwar, aber als kleine Flecken hübsch an den Wegesrand gepackt. Mio fand’s super!

Am zweiten Urlaubstag haben wir die Tour auf den Pilatus gemacht. Nun ja, nicht ganz. Von Kriens bei Luzern bis hoch nach Fräkmüntegg sind wir gelaufen, fast 1.000 Höhenmeter und ziemlich genau bis an die Schneegrenze.

Bis Fräkmüntegg hinauf ist die Pilatus-Tour schon ganz schön anstrengend. Danach kommt der Schnee.

Ganz hoch war uns bei der Wetterlage dann eben zu krass und so sind wir mit der Seilbahn hochgedüst (es geht echt rasend schnell). Oben war es zwar voll, aber eher Nebensaison-voll und neben den beiden Wandernden konnten wir auch noch einen Paraglider beim Start beobachten.

Also, wenn ihr Bock auf Alpen in der Nebensaison habt, aber nicht unbedingt durch den Schnee stapfen wollt:

  • Sucht euch tiefer liegende Touren aus, auf denen ihr entweder weiter hoch fahren könnt oder eben unter der Schneegrenze bleibt.
  • Wenn ihr doch höher wollt, schaut, dass ihr sofort umdrehen könnt, wenn’s euch zu viel wird.
  • Schaut euch die Städte in der Umgebung an! Die werden im Wanderurlaub ja oft vernachlässigt und sind oft, wie Luzern, super schön.
  • Bleibt eben doch mal einen Tag zu Hause und lest, macht einen kleinen Spaziergang, lest, kocht. Urlaub eben.

Unsere Touren aus diesem Wanderurlaub

Rauf zum Franmüntegg: Wir haben die Aufzeichnung nicht direkt zum Start in Kriens begonnen. Rechnet also nochmal gut und gern 200 Höhenmeter drauf. Runter sind wir dann vom Pilatus komplett mit der Seilbahn gefahren.

Auf der Rigi: Die Touraufzeichnung ist etwas verfälscht, weil komoot auch wenn es pausiert ist etwa für eine Seilbahnfahrt, dann Start und Ende dieser Pause einfach verbindet. Auch im Frühjahr und frühen Sommer kann man aus den Orten am Ufer des Vierwaldstättersees hinaufwandern, wenn man Lust auf 1.000 bis 1.300 Höhenmeter im Aufstieg hat. Oben gibt es viele Möglichkeiten weiter zu wandern, mit der Rigi-Bahn zu fahren oder sogar mit dem Rigi-Taxi, einem Mini-Elektro-Touristen-Zug, der einen zu ausgewählten Orten oben bringt. Runter führen gleich mehrere Seilbahnen oder auch die Rigi-Bahn. Jeder und jede kann sich dort so nach eigener Kondition, Tagesform und Lust sehr einfach eine individuelle Wanderung zusammenstellen. Infos zu den Bahnen gibt es online.

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