Unsere ersten Nächte in Sloweniens Bergwelt

Veröffentlicht von Schrat am

Anfahrt

Wir sind zu unserem Ausgangspunkt mit dem Auto zu dem Wanderparkplatz Planina Blato gefahren. Für 24 Stunden zahlt man dort zwölf Euro, die Zufahrt ist mit einer Schrank gesichert und der Weg zum eigentlichen Parkplatz ist lang und steil. Das gibt ein gutes Gefühl, wenn man doch etwas mehr Reisegepäck im Auto lassen muss – wie in unserem Fall. Denn Autoknacker müssten schon einiges auf sich nehmen, um da hochzustiefeln. Kleine Hotels und Busbetriebe bieten auch an, Wanderer zu dem Parkplatz hinauf zu fahren.

Übernachten

Die erwähnten Hütten sind beide halt Berghütten. Der Komfort auf der Koča pri Triglavskih jezerih ist aufgrund ihrer Lage natürlich deutlich geringer als bei der Kosijev dom na Vogarju. Eine Dusche gibt es auch auf der hoch gelegenen Hütte, kostet aber einiges extra und nunja, nach einem Blick hinein haben wir uns entschieden, dieses Geld und Wasser zu sparen und erst am nächsten Tag zu duschen. Auf der Kosijev dom na Vogarju ist das Gemeinschaftsbad komplett inklusive.

Die Winterquartiere sind in Ordnung, auf der Koča pri Triglavskih jezerih haben noch zwei weitere Wanderinnen bei uns im Kabuff übernachtet, weil es zumindest leerer als in dem vollgestopften Schlafsaal war.

Essen und Trinken

Die Speisekarte auf solchen Hütten ist begrenzt, das Essen ist deftig und kalorienreich, der Einfallsreichtum mancher Hüttenköche bedenklich. Hinter der Bezeichnung Risotto verbirgt sich nämlich nicht unbedingt eine Variante des köstlichen italienischen Reisgerichts, obwohl Italien rein geographisch so nah nebenan ist.

Eine sichere Bank sind die slowenischen Gerichte, für Vegetarier allen voran Ričet, ein Graupeneintopf mit Kartoffeln, Bohnen und Möhren. Ričet wird auch gern mit Wurst serviert. Es ist einfach, derb, macht satt und nach einem langen Tag mit vielen Höhenmetern einfach perfekt. Dazu ein Pivo und ein Enzijan oben drauf.

Köstlich klingt auch Jota, ein Eintopfgericht mit Sauerkraut und Kartoffeln, das oft auch ohne Fleisch angeboten wird. Wir wurden jedoch netterweise von den Serviceleuten beide Male darauf hingewiesen, dass der Eintopf mit Fleisch und Speck gekocht wird, somit also nicht wirklich vegetarisch ist.

Besonders zu empfehlen ist der Käse aus der gesamten Region, rund um die Stadt Bovec und das Tal der Soča hinauf. Vor allem Schafs- und Ziegenkäse werden dort angeboten – und alle, die wir gegessen haben, waren hervorragend.

Die Tour

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